Luftfeuchtigkeit bei Regen | Hohe Feuchtigkeit im Haus & draußen

Den meisten Menschen ist es bekannt: Man lüftet regelmäßig und trotzdem ist der Feuchtigkeitsgehalt der Luft im Haus oder in der Wohnung immer wieder höher, als man ihn eigentlich haben möchte und lässt sich partout nicht senken.

An Regentagen und im Herbst und Winter scheint man mit dem Lüften gar nicht mehr hinterherzukommen. Viele Menschen stellen sich sogar die Frage, ob es überhaupt sinnvoll ist, bei Regen zu lüften.

Das Wetter und sein Einfluss auf die Luftfeuchtigkeit

Schüttet es draußen wie aus Eimern, so müsste man annehmen, dass die Luftfeuchtigkeit draußen im Regen nahezu 100 % beträgt. Richtig? Falsch! Luftfeuchtigkeit wird nämlich durch den Wasserdampf bestimmt, also genau genommen erst nach dem Regenschauer, wenn das Regenwasser verdampft. Je wärmer es ist, umso mehr Wasser verdampft und umso höher ist der Feuchtigkeitsgehalt der Luft. So ist die Luft beispielsweise im tropischen Regenwald besonders feucht – ähnlich wie in einem Schwimmbad.

Ein tropischer Regenwald hat einen Luftfeuchtigkeitsgehalt von 70 bis 100 %. Das liegt zum einen am Regen und zum anderen daran, dass – wie bereits angesprochen – die Temperaturen im Regenwald konstant um 25 °C bleiben. Darüber hinaus steht die Sonne hoch am Himmel, sodass viel Wasser verdunstet. Eine derartig hohe Luftfeuchtigkeit wie im Regenwald ist in Deutschland nicht üblich.

Regen Regentropfen Fenster Sonne

Darum sollte man auch bei Regen, Schnee und Nebel lüften

Obwohl es draußen nass ist, weil es regnet, schneit oder Nebel aufzieht, sollte man lüften. Kalte Luft kann nämlich nur wenig Feuchtigkeit aufnehmen. Gerät die kalte Luft in das Innere von Haus oder Wohnung, wird sie wärmer und nimmt Wasserdampf auf.

Durch das Lüften kann man so also auch bei Regen, Nebel und Schnee die hohe Luftfeuchtigkeit im Raum senken.

Zu hohe und zu niedrige Luftfeuchtigkeit

Eine zu hohe und zu niedrige Luftfeuchtigkeit sollte man vermeiden. Eine zu hohe Luftfeuchtigkeit liegt ab einer Raumluftmessung von über 70 % vor, eine zu niedrige ab unter 40 %. Im Badezimmer sollte der Wert zwischen 50 und 70 % liegen, im Keller zwischen 50 und 65 %. Die optimale Raumtemperatur hat 20° C. Dabei gilt außerdem je kälter die Raumtemperatur ist, umso niedriger sollte die Raumfeuchtigkeit im Haus sein.

Ist die Raumtemperatur zu niedrig, trocknen die Schleimhäute aus. Ist sie zu hoch, kann es zur Schimmelbildung und -ausbreitung kommen. Um die Feuchtigkeit im Raum zu senken, hilft Querlüften und das richtige Lüftverhalten. Im Sommer lüftet man beispielsweise nur Morgens und am Abend. Ein Hygrometer hilft dabei, den Wert zu messen.

Fazit: Die ideale Luftfeuchtigkeit durch richtiges Lüften

Lüften lohnt sich auch bei Regen, Schnee oder Nebel. Der Einfluss des Wetters, wie man am Beispiel Regenwald sieht, ist vor allem von der Sonne und den Temperaturen abhängig. Der Regenwald hat eine besonders hohe Luftfeuchtigkeit, weil so viel Wasser verdunsten kann.

Wer richtig lüftet, erreicht den idealen Raumwert im Haus bei einer Temperatur von 20° C mit 40 – 70 % in normalen Räumen oder 50 – 70 % im Badezimmer.

Das richtige Lüften für Haus und Wohnung

Im Video von ProblemLöserTV geht es um das richtige Lüften. Es wird erklärt, warum man eigentlich sein Haus oder seine Wohnung regelmäßig lüften muss. Sodann werden verschiedene Lüftungsarten vorgestellt: die Kipplüftung, Stoßlüftung und Querlüftung.

Es wird darauf eingegangen, welche vorteilhaft und welche eher nachteilig ist. Danach wird das Thema Schimmel angesprochen. Zuletzt geht es um das Lüftungsverhalten im Sommer und im Winter.

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